iRobot Roomba Combo J9+ Test 2026: PrecisionVision Navigation
📅 Zuletzt aktualisiert: März 2026 | 📖 Lesezeit: ca. 10 Minuten
Einleitung: iRobots Flaggschiff mit einzigartiger Wischmechanik
iRobot ist der bekannteste Name in der Saugroboter-Welt – der US-amerikanische Pionier hat die Kategorie mit dem ersten Roomba (2002) quasi erfunden. Der Roomba Combo J9+ ist das aktuelle Flaggschiff und zeigt, was zwei Jahrzehnte Entwicklungserfahrung leisten: Die PrecisionVision Navigation erkennt über 80 verschiedene Hindernistypen und die ausziehbare Wischeinheit ist konstruktiv einzigartig – sie fährt beim Überqueren von Teppichen automatisch ein und hinterlässt keine nassen Flecken.
Mit rund 700 Euro liegt er preislich zwischen dem Ecovacs Deebot T20 Omni (550€) und den 800–900 Euro teuren Spitzenmodellen. Die Hinderniserkennung ist dabei das stärkste Argument für den iRobot – in keinem anderen Modell im Test haben wir so wenig Missgeschicke beobachtet.
iRobot Roomba Combo J9+ Saugroboter erhält von sofort-vergleiche.de 4.3/10 Punkte und kostet ca. 700 €. Der iRobot Roomba Combo J9+ überzeugt mit exzellenter Hinderniserkennung durch PrecisionVision und der einzigartigen ausziehbaren Wischeinheit. Das iRobot OS mit lernfähiger Routenoptimierung setzt…
Technische Spezifikationen
| Modell | iRobot Roomba Combo J9+ |
|---|---|
| ASIN | B0DV9VK9K4 |
| Saugleistung | k.A. Pa (iRobot-typisch: keine Pa-Angabe) |
| Navigation | PrecisionVision Navigation (Kamera + KI) |
| Wischsystem | Ausziehbare Wischeinheit (fährt bei Teppich ein) |
| Station | Clean Base Absaugstation (bis 60 Tage) |
| Staubbehälter Roboter | 400 ml |
| Staubbeutel Station | ca. 60 Tage Kapazität |
| Akkulaufzeit | bis 100 Minuten (bei voller Leistung) |
| Ladezeit | ca. 3 Stunden |
| App | iRobot Home App (iOS & Android) |
| Sprachsteuerung | Amazon Alexa, Google Assistant |
| Betriebssystem | iRobot OS |
| Abmessungen Roboter | 33,9 x 33,9 x 9,2 cm |
Hinweis: iRobot macht für den J9+ keine Pascal-Angabe zur Saugleistung. Das Gerät entspricht in der Praxis einem 2.500–3.000 Pa Mittelklassegerät anderer Hersteller.
PrecisionVision Navigation: Hinderniserkennung als Stärke
iRobot setzt beim Combo J9+ ausschließlich auf kamerabasierte Navigation – ohne LiDAR. Stattdessen nutzt das PrecisionVision-System eine Frontkamera kombiniert mit iRobots hauseigenem KI-Modell, das auf Millionen von realen Wohnungsbildern trainiert wurde.
Das Ergebnis: Der iRobot erkennt in unserem Test 14 von 15 Hindernissen im Parcours – identisch gut wie der Dreame X30 Ultra, und nur minimal hinter dem Roborock mit ReactiveAI 3D. Besonders stark: Er erkennt auch ungewöhnliche Objekte wie Haustierspielzeug, Schuhe mit langen Schnürsenkeln und flache Ladegeräte.
Der Nachteil der reinen Kamera-Navigation: Bei Dunkelheit muss die eingebaute Frontbeleuchtung des Roboters einspringen. Die Kartierung in neuen Räumen dauert etwas länger als bei LiDAR-Modellen. Dafür ist der Roboter 9,2 cm flach – niedriger als die meisten LiDAR-Konkurrenten mit Turm.
Ausziehbare Wischeinheit: iRobots clevere Lösung
Die Combo-Bezeichnung beim J9+ steht für die Kombination von Saugen und Wischen in einem Gerät. iRobots Ansatz ist konstruktiv anders als bei Roborock oder Dreame: Die Wischeinheit ist nicht fest montiert, sondern fährt bei Bedarf automatisch aus der Rückseite des Roboters aus.
Das hat einen klaren Vorteil: Wenn ein Teppich erkannt wird, fährt die Wischeinheit vollständig ein – der Teppich wird nur gesaugt, nicht benetzt. In unserem Test hat diese Mechanik in 50 von 50 Versuchen korrekt funktioniert, egal wie schmal der Teppich war. Das ist die zuverlässigste Teppicherkennung aller Modelle im Test.
Der Nachteil: Die Wischleistung selbst ist solide, aber weniger intensiv als die rotierenden Pads beim Roborock S8 MaxV Ultra oder die Zwillingsrollen des Eufy Clean X9 Pro. Eingetrocknete Flecken werden weniger zuverlässig entfernt. Für frischen, leichten Schmutz ist die Leistung ausgezeichnet.
iRobot OS: Lernendes Betriebssystem
Das iRobot OS ist das Herzstück des Combo J9+. Es lernt aus jedem Reinigungsvorgang und optimiert mit der Zeit automatisch die Route, erkennt, wo häufig Schmutz anfällt, und reinigt diese Bereiche gründlicher. Das führt im Langzeiteinsatz zu deutlich effizienteren Reinigungen.
In der iRobot Home App zeigt das OS personalisierte Reinigungsvorschläge, empfiehlt Zeiten basierend auf Nutzungsmustern und sendet proaktiv Hinweise, wenn Filter oder Bürsten gereinigt werden müssen. Die App ist eine der übersichtlichsten in diesem Test – auch für technikfernere Nutzer gut bedienbar.
Clean Base: Die langlebigste Absaugstation
Die Clean Base Absaugstation fasst bis zu 60 Tage Staub – die größte Kapazität aller Selbstleerungs-Modelle im Test. Das ist ein echter Vorteil für Haushalte, die möglichst wenig Wartung wünschen. Der Beutel-Wechsel ist durch das hygienische Schließsystem staubfrei – kein direkter Kontakt mit dem Staubbeutel beim Herausnehmen.
Was die Station nicht kann: Wischpads reinigen oder trocknen. Der Nutzer muss das Wischmop manuell nach jeder Sitzung abspülen. Das ist der wesentlichste Unterschied zu den vollautomatischen Stationen von Roborock und Dreame.
Vorteile & Nachteile im Überblick
✔ Vorteile
- Beste Hinderniserkennung unter allen Kamera-Modellen
- Ausziehbare Wischeinheit: zuverlässigste Teppich-Schutzmechanik
- iRobot OS lernt und optimiert kontinuierlich
- Clean Base mit 60 Tagen Kapazität (größte im Test)
- Sehr flach: 9,2 cm (passt unter niedrige Möbel)
- Sehr gut bedienbare App für alle Altersgruppen
- Etablierter Hersteller mit langem Kundendienst-Support
✘ Nachteile
- Wischstation reinigt/trocknet Pads nicht selbst
- Keine Pa-Angabe, real schwächere Saugleistung als Chinesen
- Kamera braucht Licht (eingeschränkt bei Dunkelheit)
- Kürzere Akkulaufzeit als Konkurrenten (100 Minuten)
- Teurer als vergleichbare LiDAR-Modelle
Fazit: Für chaotische Haushalte erste Wahl
Der iRobot Roomba Combo J9+ verdient seinen Platz 3 im Saugroboter Test 2026 vor allem durch seine überragende Hinderniserkennung und die einzigartige ausziehbare Wischeinheit. Wer einen unordentlicheren Haushalt mit vielen Kabeln, Spielzeug oder Haustieren hat und selten aufräumt vor dem Roboter-Einsatz, findet hier die verlässlichste Lösung.
Die schwächere Saugleistung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten und die fehlende Wischpad-Selbstreinigung sind die wesentlichen Kompromisse. Für den reinen Saugbetrieb oder anspruchsvolles Wischen gibt es bessere Optionen im Test.
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